Temperaturkalibrierung – Thermometer & Temperaturfühler kalibrieren
Werkskalibrierung nach DKD-R 5-1 für Thermometer, Pt100-Fühler, Thermoelemente und IR-Thermometer. Messbereiche von -200 °C bis +1200 °C.
Kalibrierung anfragenTemperaturkalibrierung aus eigenem Labor
Die Temperaturkalibrierung stellt sicher, dass Ihre Thermometer, Temperaturfühler und Feuchtemessgeräte innerhalb der zulässigen Fehlergrenzen messen. In Industrie, Lebensmitteltechnik, Pharmazie und Gebäudetechnik sind zuverlässige Temperaturmessungen unverzichtbar – fehlerhafte Messwerte können zu Qualitätsmängeln, Produktionsausfällen oder Verstößen gegen gesetzliche Vorgaben führen.
In unserem Kalibrierlabor in Nordhorn kalibrieren wir Temperaturmessgeräte aller gängigen Typen: von Flüssigkeitsglasthermometern über Pt100/Pt1000-Widerstandsthermometer und Thermoelemente bis hin zu IR-Thermometern, Hygrometern und Datenloggern. Die Werkskalibrierung erfolgt im Vergleichsverfahren nach DKD-R 5-1 mit rückverfolgbaren Referenznormalen. Informationen zu den empfohlenen Kalibrierintervallen und den Kalibrierkosten finden Sie auf unseren Ratgeber-Seiten.
Kalibrierbare Temperaturmessgeräte
Gerätetypen, Normen und Preise auf einen Blick
Thermometer (Flüssigkeit/Bimetall)
Flüssigkeitsglasthermometer, Bimetallthermometer, Stabthermometer, Einschraubthermometer
Werkskalibrierung an definierten Temperaturpunkten im Kalibrierbad oder Trockenblock-Kalibrator. Messbereiche von -30 °C bis +300 °C je nach Thermometertyp.
IR-Thermometer (Pyrometer)
Infrarot-Thermometer, berührungslose Temperaturmessgeräte, Pyrometer für industrielle Anwendungen
Prüfung gegen Schwarzkörper-Strahler (Hohlraumstrahler) an definierten Temperaturpunkten. Emissionsgrad und Messfleckgröße werden dokumentiert. Messbereiche bis +1200 °C.
Pt100/Pt1000 Temperaturfühler
Pt100-Widerstandsthermometer, Pt1000-Fühler, Einschraubfühler, Einstechfühler, Oberflächenfühler
Vergleichskalibrierung im Kalibrierbad oder Trockenblock-Kalibrator mit Referenz-Platin-Widerstandsthermometer. Messbereiche von -200 °C bis +600 °C.
Thermoelemente
Thermoelemente Typ K, J, T, N, S, R, B, Mantelthermoelemente, Edelmetall-Thermoelemente
Werkskalibrierung an definierten Fixpunkten oder im Vergleichsverfahren. Typabhängige Messbereiche von -200 °C bis +1200 °C. Dokumentation der Thermospannung und Abweichung.
Hygrometer & Feuchtemessgeräte
Kapazitive Feuchtemessgeräte, Holzfeuchtemessgeräte, Taupunktspiegel, Klimamessgeräte, Psychrometer
Prüfung der relativen Feuchte und Temperatur an definierten Referenzpunkten. Messbereiche 10 bis 95 % r.F. Holzfeuchtemessgeräte werden an Referenzproben geprüft.
Datenlogger (Temperatur)
Temperaturdatenlogger, Temperatur-/Feuchtelogger, USB-Datenlogger, Funk-Datenlogger für Transport und Lagerung
Kalibrierung des integrierten Sensors und der Anzeigeeinheit. Prüfung an definierten Temperaturpunkten im Kalibrierbad. Dokumentation der Messwertabweichung über den gesamten Messbereich.
Ihr Temperaturmessgerät nicht dabei? Neben den hier aufgeführten Gerätetypen kalibrieren wir auch Klimaschränke, Wärmebildkameras und Sonderfühler. Alle Geräte und Preise nachschlagen →
So läuft eine Temperaturkalibrierung ab
Von der Sichtprüfung bis zum Kalibrierschein – vier Schritte im Überblick
Sichtprüfung & Identifikation
Jedes Temperaturmessgerät wird bei Wareneingang auf äußere Beschädigungen, Korrosion und mechanische Unversehrtheit geprüft. Typenschild, Messbereich, Fühlertyp und Seriennummer werden dokumentiert.
Konditionierung & Stabilisierung
Vor der eigentlichen Messung wird das Gerät im Kalibrierbad oder Trockenblock-Kalibrator auf die jeweilige Prüftemperatur gebracht. Ausreichende Verweilzeit stellt das thermische Gleichgewicht zwischen Prüfling und Referenznormal sicher.
Vergleichsmessung an Prüfpunkten
An mehreren definierten Temperaturpunkten (z. B. -20 °C, 0 °C, +100 °C, +200 °C) wird der angezeigte Wert des Prüflings mit dem Referenznormal verglichen. Die Abweichung wird an jedem Punkt dokumentiert.
Dokumentation & Kalibrierschein
Alle Messwerte, Abweichungen und die berechnete Messunsicherheit werden dokumentiert. Sie erhalten einen rückverfolgbaren Kalibrierschein mit Angabe der verwendeten Referenznormale und der Umgebungsbedingungen.
Normen und Prüfungsrichtlinien
Unsere Temperaturkalibrierungen basieren auf anerkannten nationalen und internationalen Richtlinien:
DKD-R 5-1
Die zentrale Kalibrierrichtlinie für Temperaturmessgeräte. Sie beschreibt die Kalibrierung von Berührungsthermometern (Widerstandsthermometer, Thermoelemente, Flüssigkeitsglasthermometer) im Vergleichsverfahren. Definiert Anforderungen an Kalibrierbäder, Referenznormale und die Berechnung der Messunsicherheit.
DIN EN 60751
Die internationale Norm für industrielle Platin-Widerstandsthermometer (Pt100/Pt1000). Legt die Kennlinie, die Toleranzklassen (AA, A, B, C) und die zulässigen Abweichungen fest. Grundlage für die Bewertung der Kalibrierungsergebnisse von Pt100- und Pt1000-Fühlern.
VDI/VDE 3511
Richtlinie für die berührungslose Temperaturmessung mit Infrarot-Thermometern (Pyrometern). Beschreibt Messverfahren, Emissionsgrad-Bestimmung, Einflussgrößen (Abstand, Messfleck, Hintergrundstrahlung) und die Kalibrierung gegen Schwarzkörper-Strahler.
Häufige Fragen zur Temperaturkalibrierung
Wie oft sollte ein Thermometer kalibriert werden?
Für die meisten industriellen Anwendungen wird ein Kalibrierintervall von 12 Monaten empfohlen. Bei sicherheitskritischen Prozessen (Pharma, Lebensmittel, Medizintechnik) können kürzere Intervalle von 6 Monaten sinnvoll sein. Thermoelemente, die hohen Temperaturen ausgesetzt sind, altern schneller und sollten häufiger geprüft werden. Ausführliche Empfehlungen finden Sie in unserem Ratgeber zu Kalibrierintervallen.
Was ist der Unterschied zwischen Vergleichs- und Fixpunktkalibrierung?
Bei der Vergleichskalibrierung wird der Prüfling zusammen mit einem Referenzthermometer im gleichen Kalibrierbad temperiert und die Abweichung an mehreren Temperaturpunkten gemessen. Bei der Fixpunktkalibrierung werden physikalisch definierte Temperaturpunkte genutzt (z. B. Tripelpunkt des Wassers bei 0,01 °C). Die Vergleichskalibrierung ist das Standardverfahren für Werkskalibrierungen – es ist flexibel, wirtschaftlich und für die meisten industriellen Anforderungen ausreichend genau.
Was kostet eine Temperaturkalibrierung?
Die Kosten hängen vom Fühlertyp und Messbereich ab. Flüssigkeits- und Bimetallthermometer starten ab 15,00 € netto, Pt100/Pt1000-Fühler ab 25,00 €, Thermoelemente ab 30,00 €, Hygrometer ab 35,00 € und Datenlogger ab 40,00 €. IR-Thermometer kosten ab 45,00 € netto. Der Mindestauftragswert beträgt 40 € netto. Eine vollständige Preisübersicht finden Sie auf unserer Kalibrierkosten-Seite.
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