Druckkalibrierung – Manometer & Druckmessgeräte
Kalibrierung nach DKD-R 6-1 mit steigenden und fallenden Druckpunkten. Prüfbereiche von Millibar bis 1.200 bar.
Kalibrierung anfragenDruckkalibrierung aus eigenem Labor
Die Druckkalibrierung stellt sicher, dass Ihre Manometer, Drucksensoren und Transmitter innerhalb der zulässigen Fehlergrenzen arbeiten. In Industrie, Verfahrenstechnik und Gebäudetechnik sind zuverlässige Druckmessungen unverzichtbar – fehlerhafte Messgeräte können zu Prozessstörungen, Qualitätsmängeln oder Sicherheitsrisiken führen.
In unserem Kalibrierlabor in Nordhorn prüfen wir Druckmessgeräte aller Genauigkeitsklassen nach der Kalibrierrichtlinie DKD-R 6-1. Jede Kalibrierung umfasst Messungen bei steigendem und fallendem Druck, um neben der Genauigkeit auch die Hysterese des Geräts zu dokumentieren. Informationen zu den empfohlenen Kalibrierintervallen und den Kalibrierkosten finden Sie auf unseren Ratgeber-Seiten.
Kalibrierbare Druckmessgeräte
Prüfungsrichtlinien, Genauigkeitsklassen und Preise auf einen Blick
Manometer
Rohrfedermanometer (±2,5%), Manometer (±1,0%/±1,6%), Feinmessmanometer (±0,6%)
Jeweils 5 Prüfpunkte bei steigendem und fallendem Druck. Druckbereiche von 1 bis 1.200 bar je nach Genauigkeitsklasse. Unterdruck-Messung zusätzlich 13,02 €.
Feinmess-Manometer
Feinmessmanometer (±0,1%), Präzisionsmanometer (±0,3%), hochgenaue Referenzmanometer
Je nach Genauigkeitsklasse 5 oder 10 Prüfpunkte bei steigendem und fallendem Druck. Druckbereiche von 1 bis 700 bar.
Geringdruck-Manometer
Kapselfedermanometer, Plattenfedermanometer, Membranmanometer für niedrige Drücke
Genauigkeitsklasse 0,5 bis 2,5. Messbereiche im Millibar-Bereich: 10 bis 1.000 mbar. Geeignet für Lüftungs- und Klimatechnik.
Drucksensoren & Transmitter
Piezoresistive Sensoren, kapazitive Transmitter, Druckmessumformer (4–20 mA / 0–10 V)
Genauigkeit ±0,05% bis ±0,5%. Jeweils 5 Prüfpunkte steigend und fallend. Kalibrierung der Anzeigeeinheit zusätzlich 27,36 €. Druckbereiche von 1 bis 700 bar.
Drucktrommelschreiber
Registrierende Druckmessgeräte, Kreisblattschreiber, Langzeitschreiber
Genauigkeit ±0,5% bis ±2,5%. Jeweils 5 Prüfpunkte bei steigendem und fallendem Druck. Druckbereiche von 1 bis 700 bar.
Prüfpumpen & Reifendruckprüfer
Handbetriebene Prüfpumpen (16–160 bar), Reifendruckprüfer (bis 20 bar, ±2,5%)
Prüfpumpen werden nach hauseigenem Verfahren geprüft. Reifendruckprüfer bis 20 bar Messbereich. Abmontage vom Anschlussstück bei Bedarf: 6,51 €.
Ihr Druckmessgerät nicht dabei? Neben den hier aufgeführten Gerätetypen kalibrieren wir auch Differenzdruckmessgeräte, Druckschalter und spezielle Prozessmesstechnik. Alle Geräte und Preise nachschlagen →
So läuft eine Druckkalibrierung ab
Vom Wareneingang bis zum Kalibrierschein – vier Schritte im Überblick
Sichtprüfung & Vorbereitung
Jedes Druckmessgerät wird bei Wareneingang auf äußere Beschädigungen, Undichtigkeiten und korrekte Funktion geprüft. Das Gerät wird gereinigt und an den Prüfstand angeschlossen.
Steigende Druckpunkte
Der Druck wird stufenweise von Null bis zum Messbereichsendwert erhöht. An jedem Prüfpunkt (in der Regel 5 gleichmäßig verteilte Punkte) wird der angezeigte Wert mit dem Referenznormal verglichen und dokumentiert.
Fallende Druckpunkte
Anschließend wird der Druck schrittweise abgesenkt. Die gleichen Prüfpunkte werden erneut gemessen. Aus der Differenz zwischen steigenden und fallenden Werten ergibt sich die Hysterese – ein wichtiges Qualitätsmerkmal jedes Druckmessgeräts.
Dokumentation & Kalibrierschein
Alle Messwerte, Abweichungen und die berechnete Messunsicherheit werden dokumentiert. Sie erhalten einen rückverfolgbaren Kalibrierschein mit Angabe der verwendeten Referenznormale und der Umgebungsbedingungen.
Normen und Prüfungsrichtlinien
Unsere Druckkalibrierungen basieren auf anerkannten nationalen und internationalen Richtlinien:
DKD-R 6-1
Die zentrale Kalibrierrichtlinie für Druckmessgeräte. Sie definiert die Prüfverfahren, die Anzahl der Messpunkte (steigend und fallend), die Berechnung der Messunsicherheit und die Anforderungen an die Dokumentation. Gilt für Manometer, Drucksensoren und Transmitter.
DIN EN 837
Die europäische Norm für mechanische Druckmessgeräte mit Rohrfeder (Teil 1: Manometer, Teil 2: Auswahl und Einbau, Teil 3: Druckmessgeräte mit Plattenfeder). Definiert Genauigkeitsklassen von 0,1 bis 4,0 und die zugehörigen Fehlergrenzen.
DIN EN ISO 6529 / VDI/VDE 2617
Ergänzende Normen für spezielle Druckmessaufgaben und die Rückführung auf nationale Normale. Die Messunsicherheitsberechnung erfolgt nach GUM (Guide to the Expression of Uncertainty in Measurement).
Häufige Fragen zur Druckkalibrierung
Warum werden steigende UND fallende Druckpunkte gemessen?
Durch die Messung in beiden Richtungen wird die Hysterese des Messgeräts ermittelt – also die Differenz zwischen den Messwerten bei steigendem und fallendem Druck am gleichen Prüfpunkt. Die Hysterese ist ein wichtiges Qualitätsmerkmal: Sie zeigt, wie reproduzierbar ein Gerät misst. Hohe Hysterese deutet auf mechanischen Verschleiß hin und kann bedeuten, dass das Gerät ausgetauscht werden muss.
Welche Genauigkeitsklassen gibt es bei Manometern?
Manometer werden nach DIN EN 837 in Genauigkeitsklassen eingeteilt: Klasse 0,1 und 0,3 (Feinmessmanometer für Labore und Referenzmessungen), Klasse 0,6 (gehobene Industrieanwendungen), Klasse 1,0 und 1,6 (Standard-Industriemanometer) sowie Klasse 2,5 (einfache Überwachungsaufgaben). Die Klasse gibt die zulässige Abweichung in Prozent der Messspanne an.
Was kostet eine Manometer-Kalibrierung?
Die Kosten hängen von der Genauigkeitsklasse und dem Druckbereich ab. Manometer der Klasse 2,5 starten ab 20,85 € netto, Klasse 1,0/1,6 ab 23,45 €, Feinmessmanometer ab 28,66 € und Präzisionsmanometer (Klasse 0,1/0,3) ab 36,47 €. Drucksensoren und Transmitter ab 46,90 €. Der Mindestauftragswert beträgt 40 € netto. Eine vollständige Preisübersicht finden Sie auf unserer Kalibrierkosten-Seite.
Druckkalibrierung beauftragen
Senden Sie uns Ihre Geräteliste – wir erstellen Ihnen ein transparentes Angebot mit konkreten Preisen und Bearbeitungszeiten.
Jetzt Angebot anfordern