Installationstester kalibrieren
VDE 0100 Prüfgeräte kalibrieren lassen – Schleifenimpedanz, RCD-Auslösezeit, Isolationswiderstand. Eigenes Labor in Nordhorn.
Kalibrierung anfragenWarum Installationstester kalibriert werden müssen
Installationstester nach DIN VDE 0100 entscheiden, ob eine elektrische Anlage sicher in Betrieb genommen werden darf. Wenn die Schleifenimpedanzmessung falsch niedrige Werte liefert, wird eine unzureichend abgesicherte Anlage fälschlicherweise freigegeben. Die Konsequenzen reichen von Brandgefahr bis zum Personenschaden.
In unserem Kalibrierlabor in Nordhorn kalibrieren wir eine Vielzahl gängiger Installationstester. Ob wir Ihren Installationstester kalibrieren können, erfahren Sie in unserer Kalibrierkosten-Suche – dort sind über 3.200 Gerätetypen mit Preisen gelistet.
Sie suchen die Kalibrierung eines Gerätetester nach VDE 0701/0702? Gerätetester kalibrieren → Informationen zu Kalibrierintervallen finden Sie in unserem Ratgeber.
Diese Prüffunktionen kalibrieren wir
Alle prüfrelevanten Messfunktionen nach DIN VDE 0100 und DIN EN 61557
Schleifenimpedanz
Prüfung mit definierten Impedanznormalen an mehreren Prüfpunkten. Sicherstellung, dass der Installationstester korrekte Werte für die Kurzschlussstrombewertung liefert.
RCD-Auslösezeit
Kalibrierung bei verschiedenen Fehlerströmen (0,5× I∆n, 1× I∆n, 5× I∆n) für RCD Typ A, B und F – soweit vom Gerät unterstützt.
Isolationswiderstand
Prüfung bei 250 V, 500 V und ggf. 1.000 V Prüfspannung mit hochohmigen Referenzwiderständen.
Erdungswiderstand
Kalibrierung der Erdungswiderstandsmessung mit kalibrierten Referenzwiderständen.
Durchgangsprüfung (Niederohmig)
Prüfung der niederohmigen Durchgangsmessung bei 200 mA Prüfstrom mit definierten Widerstandswerten.
Drehfeldrichtung
Überprüfung der korrekten Erkennung der Drehfeldrichtung (Rechtsdrehfeld / Linksdrehfeld).
Ob wir Ihren Installationstester kalibrieren können, erfahren Sie in unserer Kalibrierkosten-Suche → Dort sind über 3.200 Gerätetypen mit Preisen gelistet. Für nicht gelistete Modelle kontaktieren Sie uns.
So kalibrieren wir Ihren Installationstester
Vom Wareneingang bis zum Kalibrierschein – fünf Schritte
Wareneingang und Sichtprüfung
Jeder Installationstester wird auf äußere Beschädigungen und den Zustand der Messleitungen geprüft. Firmware-Stand und Seriennummer werden dokumentiert.
Kalibrierung der Schleifenimpedanzmessung
Die Schleifenimpedanzmessung wird mit definierten Impedanznormalen geprüft. Mehrere Prüfpunkte über den gesamten Messbereich stellen sicher, dass der Installationstester korrekte Werte für die Kurzschlussstrombewertung liefert.
Kalibrierung der RCD-Auslösezeitmessung
Die RCD-Prüffunktion wird bei verschiedenen Fehlerströmen für die vom Gerät unterstützten RCD-Typen kalibriert. Der Kalibrator simuliert definierte Auslösebedingungen, die der Installationstester korrekt erkennen muss.
Kalibrierung der Isolations- und Erdungsmessung
Die Isolationswiderstandsmessung wird bei verschiedenen Prüfspannungen geprüft. Zusätzlich werden Erdungswiderstandsmessung und niederohmige Durchgangsmessung kalibriert.
Kalibrierschein und Dokumentation
Sie erhalten einen rückverfolgbaren Kalibrierschein mit allen Messwerten, Abweichungen und der berechneten Messunsicherheit. Die verwendeten Referenznormale und Umgebungsbedingungen werden dokumentiert.
Relevante Normen und Vorschriften
DIN VDE 0100 Teil 600
Erstprüfung und wiederkehrende Prüfung ortsfester elektrischer Anlagen. Beschreibt die Prüfverfahren für Schleifenimpedanz, RCD-Auslösezeit, Isolationswiderstand und Erdungswiderstand. Ein kalibrierter Installationstester ist Voraussetzung für normkonforme Prüfberichte.
DIN EN 61557
Legt die Genauigkeitsanforderungen an Prüfgeräte für Schutzmaßnahmen in Niederspannungsanlagen fest. Definiert die zulässigen Messunsicherheiten für Schleifenimpedanz, RCD-Auslösezeit, Isolationswiderstand und Erdungswiderstand.
DGUV Vorschrift 3 (ehem. BGV A3)
Unfallverhütungsvorschrift für elektrische Anlagen und Betriebsmittel. Verpflichtet zur regelmäßigen Anlagenprüfung mit kalibrierten Prüfmitteln.
BetrSichV (Betriebssicherheitsverordnung)
Fordert den Nachweis der Eignung und Funktionsfähigkeit von Prüfmitteln. Kalibrierte Installationstester erfüllen diese Forderung.
Häufige Fragen zur Kalibrierung von Installationstestern
Wie oft muss ein Installationstester kalibriert werden?
Die meisten Hersteller empfehlen ein Kalibrierintervall von 12 Monaten. Bei intensiver Nutzung auf Baustellen kann ein kürzeres Intervall sinnvoll sein. Entscheidend ist: Die Ergebnisse Ihrer Anlagenprüfung sind nur belastbar, wenn der Installationstester nachweislich kalibriert ist. Weitere Informationen finden Sie in unserem Ratgeber zu Kalibrierintervallen.
Was wird bei einem Installationstester kalibriert?
Wir kalibrieren alle prüfrelevanten Messfunktionen: Schleifenimpedanz, RCD-Auslösezeit (soweit vom Gerät unterstützt), Isolationswiderstand, Erdungswiderstand und Durchgangsprüfung. Zusätzlich wird die Drehfeldrichtungserkennung überprüft.
Was kostet die Kalibrierung eines Installationstester?
Die Kosten hängen vom Gerätetyp und Funktionsumfang ab. Prüfen Sie in unserer Kalibrierkosten-Suche, ob Ihr Modell gelistet ist – dort finden Sie den konkreten Preis. Für nicht gelistete Modelle erstellen wir gerne ein individuelles Angebot.
Warum ist die Kalibrierung eines Installationstester besonders wichtig?
Ein Installationstester entscheidet, ob eine elektrische Anlage sicher in Betrieb genommen werden darf. Wenn die Schleifenimpedanzmessung falsch niedrige Werte anzeigt, wird eine unzureichend abgesicherte Anlage fälschlicherweise freigegeben. Im Schadensfall haftet die prüfende Fachkraft – und der Kalibrierstatus des Prüfgeräts wird als erstes geprüft.
Installationstester kalibrieren lassen
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